Mohacs bis Esztergom

schon von weitem begrüßt uns die Basilika von Esztergom
Nach dem Passieren des Donauknies kommen wir wieder an die Grentze nach der Slowakei. Und hier liegt die wunderschöne Stadt Esztergom
Esztergom wird nicht usonst als die Wiege Ungarns bezeichet. Die Stadt mit ihren 30000 Einwohnern besitzt eine Vielzahl an einnzigartigen Schätzen und war sogar für lange Zeit die Hauptstadt Ungarns. Die ersten bekannten Siedler waren Kelten (150 v. Chr. – etwa Christi Geburt).] Nach der Besetzung des Landes errichteten die Römer am selben Platz ein Kastell mit einer um den Berg liegenden Siedlung und nannten den Ort Solva mansio. Nach der Völkerwanderungszeit siedelten sich in den Ruinen des Kastells Slawen an. Der nun unter anderem Ostrihom beziehungsweise latinisiert Strigonium genannte Ort war eine der zentralen Burganlagen Großmährens. Ihr deutscher Name Gran leitet sich von dem Flussnamen Hron (Gran) ab, der gegenüber von Esztergom in die Donau mündet.
Nach der Ankunft der Magyaren in diesem Gebiet, zu Anfang des ersten Jahrtausends, wurde Esztergom Sitz des Großfürsten Géza und dann bis zum Ende des 12. Jahrhunderts einer der Hauptsitze ungarischer Herrscher. Kaiser Otto III. (980 – 1.002) richtete das Erzbistum Gran zur Christianisierung des Landes ein, das gebietsmäßig bis ins 18. Jahrhundert weitgehend der heutigen Slowakei entsprach und als die kirchliche Hauptprovinz des Königreichs Ungarn galt – der Erzbischof von Gran trug den Titel Primas von Ungarn. Fast zeitgleich mit der Schaffung des Bistums wurde Stephan I. am 24. Dezember 1000 oder am 1. Jänner 1001(?) zum ungarischen König gekrönt. Auf dem Burgberg entstand der erste Königspalast, zu dem auch eine christliche Basilika gehörte. Unter Stephan I. entstand auch das Komitat Gran.
Karte der Diözese Esztergom
Als die Stadt von 1543 bis 1683 Bestandteil des Osmanischen Reichs war, war Trnava (Tyrnau) (faktisch jedoch Pressburg (Bratislava)) Sitz des Erzbischofs von Esztergom. Anfang des 18. Jahrhunderts kehrte der Erzbischof nach Esztergom zurück. Nach der Befreiung von den Türken war die Stadt völlig verwüstet und musste neu besiedelt werden. Die große Zahl dieser Siedler bestand aus Deutschen und Slowaken.
1708 wurde die Stadt in den Rang einer köiglichen Freistadt erhoben.
Die sterblichen Überreste des Kardinals Joszef Mindszenti wurden 1991 von Wien hierher überführt
Schon lange, bevor wir die Stadt erreichten konnen wir das Wahrzeichen von Esztergom, die Basilika sehen. Mit ihren 100 m Höhe und dem Kuppeldurchmesser von 33 m ist sie die größte katholische Kirche Ungarns. In der Unterkirche wurde zuletzt das Grabmal für den in Österreich im Exil verstorbenen Erzbischof József Kardinal Mindszenty eingerichtet.
Die Basilika wird auch "caput, mater et magistra ecclesiarum hungariae" (Haupt, Mutter und Lehrerin der ungarischen Kirchen) genannt. Und diese Bezeichnung prangt über dem Haupteingang in die Basilika.

Kaum hatten wir in Esztergom angelegt, wurden wir auch schon von den Fremsdenführern erwartet. Mit einem "Straßenzug" wrden wir den Burgberg zur Basilika hochgekarrt. Ein Teil von uns geht vor der Besichtigung der Basilika in die Unterkirche, Dort wurden 1991 die sterblichen Überreste von Kardinal Joszef Mindszsenti bestattet. Der Kardinal wurdde vom damaligen ungarischen Regim verurteilt und lebte im Exil in Wien, wo er 1975 starb. Er verfügte dass er die Überführung nach Esztergom erst dann wünsche, wenn "der Stern der Moskauer Gottlosigkeit vom Himmel Mariens und des hl. Stephans fällt".
Die Basilika beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre prächtige Ausstattung.
Zu Mitag legte das Schiff wieder ab und wir machten uns auf nach Wien. Am Abend gab es dann noch das Käpten-Dinner.
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